Warum KI heute in Arbeitsabläufe integriert werden kann und warum es zählt
Die Diskussion über künstliche Intelligenz (KI) ist nicht neu. Doch während wir in den 90er Jahren versuchten, KI in Geschäftsprozesse zu integrieren, scheiterten diese Bemühungen oft an der fehlenden Verbindung zwischen intelligenten Systemen und der tatsächlichen Arbeitsausführung. In diesem Artikel beleuchten wir die Veränderungen in der KI-Technologie und wie KI heute nicht nur beobachtet, sondern aktiv in Arbeitsabläufe integriert werden kann. So entsteht die Möglichkeit, dass KI nicht nur als analytisches Werkzeug, sondern als aktiver Teil des Arbeitsprozesses fungiert.
Die Software für Geschäftsprozessmanagement (BPM) versuchte, diese Kluft zu schließen, indem sie die Abläufe visualisierte und strukturierte. Doch tatsächlich war die Implementierung mühsam. Der Prozess, Diagramme in Code zu übersetzen und aufrechtzuerhalten, führte dazu, dass der reale Betriebsablauf nie vollständig mit den geplanten Diagrammen übereinstimmte. Dieses Problem, dass das Design von Arbeit nicht mit ihrer Ausführung verbunden war, bleibt bis heute relevant und war der Ausgangspunkt für viele Herausforderungen in Unternehmen.
Die Herausforderungen der Vergangenheit und die Chancen von heute
Eine der größten Lektionen aus der Vergangenheit ist, dass KI nicht als isoliertes Werkzeug funktionieren kann. In der Vergangenheit hatten wir intelligente Systeme, die wertvolle Einblicke lieferten, aber nicht in die tatsächliche Durchführung von Arbeitsprozessen eingreifen konnten. Heute jedoch gibt es Fortschritte, die es ermöglichen, KI direkt in die Arbeitsabläufe zu integrieren.
In einem Kanban-System, wo Arbeit konkret als bewegliche Karten dargestellt wird, kann KI jetzt in den gesamten Prozess eingreifen. Diese Karten geben der KI den notwendigen Kontext und die Struktur, um aktiv zu werden. Wenn eine Karte bewegt wird, ist das der Moment, in dem ein KI-Agent eingreifen kann, um entweder Vorbereitungen zu treffen, Teile des Prozesses auszuführen oder Warnungen auszugeben.
Zusammenfassung: KI in der heutigen Arbeitswelt
- KI kann jetzt aktiv in Workflows integriert werden, was eine Verbindung zwischen Planung und Ausführung schafft.
- Die Integration von KI ermöglicht es, dass sie nicht nur beobachtet, sondern auch aktiv in die Arbeitsprozesse eingreift.
- Änderungen in der Technologie haben es ermöglicht, dass KI und Arbeitsabläufe in einem System leben, was die Effizienz erheblich steigert.
Was Operations-Profis wissen sollten
Die Relevanz dieser Entwicklung ist für Operations-Manager von zentraler Bedeutung. Es ist essentiell, die Potenziale von KI innerhalb der eigenen Arbeitsabläufe zu verstehen und diese Technologie so zu integrieren, dass sie nicht nur als Analysewerkzeug, sondern als aktives Element der Prozessgestaltung fungiert. Um dies zu realisieren, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Bewertung der aktuellen Arbeitsabläufe, um Möglichkeiten für KI-Integration zu identifizieren.
- Investition in Technologien, die eine Verbindung zwischen intelligenter Datenanalyse und praktischer Ausführung schaffen.
- Schaffung einer Umgebung, in der Mitarbeiter sich mit der Technologie vertraut machen und deren Potenzial voll ausschöpfen können.
Die Konsequenzen für das Tagesgeschäft sind signifikant: Wenn KI in den Prozessen verankert wird, sind Unternehmen besser in der Lage, flexibel auf Veränderungen zu reagieren, Effizienz zu steigern und letztlich wettbewerbsfähiger zu agieren.
Robert Reseneder – Interim Manager und Mentor
Tel. +49 175 265 6522
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag We Had AI in the ’90s: It Didn’t Work. Here’s Why it Might Now.
Quelle: Kanban Zone