Darum wird der Lean-Gedanke durch KI und No-Code nicht ersetzt, sondern radikal gestärkt.

In der heutigen dynamischen Geschäftswelt sind No-Code-Plattformen und künstliche Intelligenz (KI) nicht nur Trends, sondern entscheidende Werkzeuge für die Transformation von Lean-Praktiken. Diese Technologien ermöglichen es Unternehmen, Agilität zu erlangen und gleichzeitig die Mitarbeitenden in den Fokus zu stellen. Der bevorstehende UK Lean Summit 2026 mit Mike Moore bietet eine Plattform, um diese Entwicklungen zu erörtern und zu verstehen, wie man sie wirksam in die Lean-Philosophie integrieren kann.

No-Code-Plattformen haben sich als Schlüsselkomponenten erwiesen, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, digitale Lösungen eigenständig zu entwickeln. Diese Herangehensweise fördert eine direkte Verbindung zwischen den problemlösenden Teams und den verwendeten Technologien. Durch direkte Anwendung können Mitarbeitende schnell Anpassungen vornehmen, was die eigentliche Lean-Philosophie von kontinuierlicher Verbesserung und Kaizen unterstützt. Im Gegensatz zu traditionellen IT-Entwicklungsprozessen, die oft zeitaufwendig und bürokratisch sind, machen No-Code-Lösungen es möglich, dass Talente aus verschiedenen Unternehmensbereichen digitale Werkzeuge erstellen und bearbeiten. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch das Engagement der Mitarbeitenden.

Ein besonders inspirierendes Beispiel kommt von Stellantis, wo das Team unter der Leitung von David Male erfolgreich No-Code-Technologien eingesetzt hat, um die Komplexität ihrer Softwarelandschaft erheblich zu reduzieren. Durch die Konsolidierung von elf separaten Systemen in eine einzige No-Code-Anwendung konnte der Aufwand um 70 % gesenkt werden. Dies zeigt, dass die wirkliche Stärke dieser neuen Ansätze nicht in der Technologie selbst liegt, sondern in den Menschen, die sie nutzen.

Zusammenfassung der Erkenntnisse über No-Code und KI im Lean-Management

  • No-Code-Plattformen ermöglichen es Mitarbeitenden, digitale Lösungen direkt am Arbeitsplatz zu entwickeln, was Lean-Praktiken fördert.
  • Künstliche Intelligenz ergänzt diesen Ansatz und bietet Unternehmen Werkzeuge zur automatisierten Datenanalyse, die die Entscheidungsfindung unterstützen.
  • Die Integration beider Technologien in Lean-Strategien kann die Effizienz steigern, Komplexität reduzieren und die Problemlösungsfähigkeiten des Unternehmens stärken.

Was Operations-Profis wissen sollten

Die Relevanz dieser technologischen Entwicklungen im Operations-Management ist enorm. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Lean-Praktiken zu optimieren und gleichzeitig die technologische Entwicklung zu integrieren. Die Implementierung von No-Code und KI bietet nicht nur Lösungen für bestehende Probleme, sondern schafft auch neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz und Transparenz.

Operations-Profis sollten aktiv diese Technologien in ihre Strategien einbeziehen. Das bedeutet, eine Unternehmenskultur zu fördern, die Experimentieren und Lernen am Arbeitsplatz unterstützt. Durch Schulungen und Workshops können Mitarbeitende die Fähigkeit entwickeln, No-Code-Lösungen zu erstellen und dabei die Lean-Prinzipien zu berücksichtigen.

Letztlich wird durch die digitale Transformation mittels No-Code und KI der Einfluss der jeweiligen Führungspersonen entscheidend sein. Die Zukunft erfordert eine Veränderung in der Denkweise, weg von traditioneller IT-Hierarchie hin zu einer dynamischen und agilen Teamkultur, die kontinuierliche Verbesserung in den Mittelpunkt stellt.

Robert Reseneder – Interim Manager und Mentor
Tel. +49 175 265 6522

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag Lean & AI: From Citizen Developers to Low-Code and Kaizen
Quelle: Lean Enterprise Academy

Nach oben scrollen