Wie KI und Lean-Prinzipien zusammen eine neue Ära der Prozessoptimierung einläuten
In einem herausfordernden Produktionsumfeld, in dem traditionelle Methoden oft versagen, bietet die Integration von KI eine neue Dimension der Lösungsfindung. In diesem Artikel wird untersucht, wie der Einsatz von KI-gestützten Tools nicht nur technische Wissenslücken überbrückt, sondern auch die Eigenverantwortung von Teams in einem dynamischen Fertigungsprozess fördert. Das Beispiel von Viwinco demonstriert, wie die richtige Kombination aus Lean-Ansatz und moderner Technologie sowohl die Effizienz steigert als auch das Problemlösungsverhalten von Teams transformiert.
Viwinco, ein Unternehmen, das sich auf hochgradig variantenreiche Produkte spezialisiert hat, stand vor einem scheinbaren Dilemma: Trotz der Installation eines modernen Vakuumversiegelungsgeräts blieben Luftblasen in der Laminierung von Glas ein hartnäckiges Problem. Der traditionelle Lean-Ansatz, der oft auf Vereinheitlichung und Prozessstandardisierung abzielt, schien in diesem komplexen Umfeld nicht zu greifen. Stattdessen stellte sich heraus, dass dies ein tiefgreifendes Problem der Materialwissenschaft war, das ein besseres Verständnis und zusätzliche technische Fähigkeiten erforderte.
Im Bestreben, das Team zu unterstützen und eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen, wurde die Idee eines „Dritten Coaches“ geboren. Diese Innovation erkennt die Bedeutung von Technologieanwendung und intelligenter Wissensnutzung an, um die Fähigkeit der Mitarbeiter zu stärken und ihnen zu helfen, selbstständig „Expertise“ zu entwickeln. Es geht nicht darum, menschliche Experten zu ersetzen, sondern sie zu ergänzen und gleichzeitig die Schwelle zur Anwendung von Expertise zu senken.
Zusammenfassung: Die Verbindung von KI und Lean im Produktionsprozess
- Die Integration von KI in Lean-Prozesse ermöglicht es Teams, tiefere Einsichten und Wissen zu erlangen.
- Ein „Dritter Coach“ fungiert als technologische Unterstützung, die betriebliche Effizienz und Problemlösungsfähigkeiten neu definiert.
- Durch gezielte Schulung und den Aufbau eigener Ressourcen wird die Eigenverantwortung im Team gefördert.
Was Operations-Profis wissen sollten
Das Beispiel von Viwinco ist eine eindrucksvolle Fallstudie darüber, wie die Verknüpfung von Lean-Prinzipien und moderner KI-Technologien eine Transformation in der Produktionslandschaft bewirken kann. Für Operations-Manager ist es entscheidend, die Relevanz solcher integrativen Ansätze zu erkennen.
Ein Operations-Manager sollte überlegen, welche spezifischen technischen Fähigkeiten innerhalb des Teams fehlen und wie moderne Technologien eingesetzt werden können, um diese Lücken zu schließen. Der Fokus sollte nicht nur auf kurzfristigen Verbesserungen liegen, sondern auch auf der Etablierung nachhaltiger Wissensressourcen, die es dem Team ermöglichen, proaktive Entscheidungen zu treffen und die Qualität ihrer Arbeit kontinuierlich zu verbessern.
Die Konsequenzen für das Tagesgeschäft sind weitreichend: Ein gut ausgebildetes Team, das auf innovative Werkzeuge zugreifen kann, während es gleichzeitig die Verantwortung für seine Prozesse übernimmt, wird nicht nur effizienter arbeiten, sondern auch in der Lage sein, Veränderungen flexibel zu adaptieren und Herausforderungen als Chancen zu nutzen.
Robert Reseneder – Interim Manager und Mentor
Tel. +49 175 265 6522
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag Lean AI Journal | When the Gemba Outruns Your Knowledge: The “Third Coach” in the Room
Quelle: The Lean Post