Wachstum im Interim Management: Chancen und Herausforderungen im Jahr 2026

Die DDIM Marktstudie 2026 zeichnet ein differenziertes Bild des Interim Managements in Deutschland. Während sich der Markt professionell weiterentwickelt, erkennen Unternehmen zunehmend den Wert dieser flexiblen Führungsressource, insbesondere in Zeiten des Wandels und der Unsicherheit.

Die neue Marktstudie der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V. (DDIM) belegt, dass Interim Management nicht nur an Bedeutung gewinnt, sondern sich auch in seinen Strukturen und Angeboten weiter differenziert. Dies ist besonders entscheidend für Unternehmen, die sich in Umbruchphasen befinden oder auf kurzfristige Führungsqualität angewiesen sind.

2025 stellte sich als herausfordernd für die Branche heraus, geprägt von Fachkräftemangel, politischen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen. Diese Faktoren haben die Investitionsbereitschaft der Unternehmen beeinflusst. Dennoch bleibt die Stimmung für 2026 optimistisch: 62 Prozent der Interim Manager sehen das kommende Jahr mit einer moderate Zuversicht. Die Auslastung der Interim Manager soll von 79 Prozent in 2025 auf 81 Prozent steigen, und das Gesamtmarktvolumen wird auf etwa 2,7 Milliarden Euro geschätzt.

Der Durchschnittspreis für Tagessätze bleibt mit 1.317 Euro stabil. Gleichzeitig wird ein Anstieg der Anzahl von Interim Managern auf rund 12.500 prognostiziert, was eine erweiterte Auswahl für Unternehmen mit sich bringt. Die DDIM-Vorsitzende Dr. Marei Strack betont: „Diese Kennzahlen zeigen, dass Unternehmen den Wert professionellen Interim Managements anerkennen.“

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Automotive-Sektor, wo die Nachfrage nach Interim Management aufgrund des sich verändernden Marktwandels und der Digitalisierung rasant abnimmt. Der Anteil der Vermittlungen im Automobilsektor ist von 11,6 Prozent im Vorjahr auf 7,9 Prozent gesunken, was signalisiert, dass Unternehmen sich in neuen Bereichen orientieren müssen.

Diese Entwicklungen machen es für Unternehmen notwendig, strategisch auf die Herausforderungen und Chancen des Interim Managements zu reagieren, um nicht nur Erfolge in der Transformation, sondern auch nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Zusammenfassung der DDIM Marktstudie 2026

  • Der Markt für Interim Management wächst und erreicht 2026 ein Volumen von rund 2,7 Milliarden Euro.
  • 62 Prozent der Interim Manager blicken optimistisch auf das Jahr 2026, wobei die Auslastung leicht steigert.
  • Die Automotive-Branche verliert an Bedeutung für Interim Manager, während andere Sektoren an Relevanz gewinnen.

Was Operations-Profis wissen sollten

Für Operations-Profis ist die Bedeutung des Interim Managements in unsicheren Zeiten evident. Die Entwicklung des Marktes zeigt, dass Unternehmen gezielt Interim Manager einsetzen müssen, um auf Veränderungen schnell zu reagieren. Diese Flexibilität erfordert von Operations-Profis, sorgfältige Auswahlprozesse und Qualifikationen in Betracht zu ziehen, um die richtigen Talente für spezifische Herausforderungen zu finden.

Die Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang ergriffen werden sollten, umfassen das Identifizieren potenzieller Interim Manager, die über die notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Zudem ist eine gezielte Schulung der bestehenden Teams wichtig, um die Integration externer Fachkräfte reibungslos zu gestalten. Schließlich gilt es, Prozesse zur Qualitätssicherung zu implementieren, um eine optimale Leistung während der Engage­ments zu gewährleisten.

Im Tagesgeschäft bedeutet dies, verstärkt auf flexible Arbeitsmodelle und agile Strategien zu setzen. Operations-Profis müssen bereit sein, ihre Strukturen anzupassen, um den dynamischen Marktbedingungen gerecht zu werden. So kann das Interim Management nicht nur als kurzfristige Lösung, sondern als regelmäßiges Element in der strategischen Personalplanung betrachtet werden.

Quelle: DDIM Marktstudie 2026: Interim Management behauptet sich in anspruchsvollem Marktumfeld

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