Wie Etikettenhersteller mit smarter Gesetzeskonformität regulatorische Risiken minimieren
Die steigenden Anforderungen an die Gesetzeskonformität in der Etikettenproduktion betreffen besonders Hersteller, die in sensiblen Anwendungen wie Lebensmitteln, Kosmetik oder Spielzeug tätig sind. Bobst präsentiert eine strukturierte Methodik, die nicht nur den gesetzlichen Vorgaben gerecht wird, sondern auch die Sicherheitsstandards für Verbraucher garantiert.
Die regulatorischen Herausforderungen, insbesondere durch die verschärften Auflagen wie die Schweizer Verordnung 2026 und die Deutsche Druckfarbenverordnung 2027, stellen Etikettenhersteller vor erhebliche Probleme. Insbesondere die Markenartikelindustrie erwartet von ihren Lieferanten eine lückenlose Dokumentation und evidenzbasierte Nachweise zur Gesetzeskonformität. Unternehmen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, riskieren das Ausscheiden aus der Lieferantenliste und mögliche Imageschäden aufgrund von Produktrückrufen. Vor diesem Hintergrund hat Bobst eine Reihe von Initiativen ergriffen, um diese Herausforderungen zu meistern.
Ein zentrales Element ist die Entwicklung von Thalia-UV-Tinten, die in enger Kooperation mit der Joint Industry Group (JIG) formuliert wurden. Diese Tinten sind nicht nur frei von kritischen Stoffgruppen wie PFAS, Phthalaten und Bisphenolen, sondern entsprechen auch den strengen gesetzlichen Anforderungen aus EU-Verordnungen und den Richtlinien führender Markenhersteller. Patrick Graber, Marketingleiter bei Bobst, hebt die Sicherheit für Bedienpersonal und Verbraucher hervor: „Dank der CMR-freien Formulierung gewährleisten wir maximale Sicherheit.“
Das innovative UV-Tintensystem zeichnet sich nicht nur durch seine Konformität, sondern auch durch eine hohe Produktivität und Druckqualität aus. Mit Druckgeschwindigkeiten von bis zu 100 Metern pro Minute und einer hervorragenden Farbstabilität verbessern diese Tinten die Effizienz der Etikettenproduktion erheblich. Dies unterstützt die Etikettenhersteller dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, ohne Abstriche bei der Qualität hinzunehmen.
Darüber hinaus hat Bobst ein Regelwerk entwickelt, das es Herstellern ermöglicht, die Konformität über kontinuierliche Tests und prädiktive Modellierungen zu gewährleisten. Durch die Kombination von Migrationstests und wissenschaftlich fundierten Modelle können Etikettenhersteller ihre rechtlichen Verpflichtungen strukturierter erfüllen und Risiken proaktiv managen. Mit der neuen Methodik erwartet Bobst, dass Unternehmen in der Lage sind, Herausforderungen effizient zu bewältigen und ihre Prozesse kontinuierlich zu optimieren.
Die Umstellung auf die Thalia-Tinten erfolgt dabei ohne große Investitionen, da die bestehenden Maschinen nicht modifiziert werden müssen und keine zusätzlichen Materialien wie Inertgase erforderlich sind. Etwa 50 Prozent der Etikettenhersteller in Europa nutzen bereits diese zukunftsorientierten Tinten und sind damit optimal für die kommenden Regulierungen gerüstet.
Zusammenfassung der gesetzlichen Anforderungen an Etikettenhersteller
- Strenge gesetzliche Anforderungen erfordern einen lückenlosen Nachweis der Gesetzeskonformität.
- Bobst bietet mit Thalia-UV-Tinten eine verbindliche Lösung zur Erfüllung regulatorischer Auflagen.
- Die Umstellung auf die neuen Tinten bringt Vorteile in puncto Produktivität, Druckqualität und Sicherheit.
Was Operations-Profis wissen sollten
Das Thema der Gesetzeskonformität ist besonders relevant für Operations-Manager in der Verpackungsindustrie, da es direkte Auswirkungen auf die Produktionsabläufe hat. Die Einhaltung komplexer Vorschriften erfordert nicht nur einen proaktiven Ansatz zur Qualitätssicherung, sondern auch kontinuierliche Schulungen und Anpassungen der Produktionsprozesse.
Operations-Profis sollten sich aktiv in die Auswahl und Implementierung neuer Materialien und Technologien einbringen, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Vorgaben jederzeit erfüllt werden. Dies beinhaltet die spirituelle Integration von Compliance-Management in die Unternehmensstrategie und die Implementierung effektiver Qualitätskontrollmechanismen. Die Notwendigkeit, den gesetzlichen Rahmen kontinuierlich zu überwachen und anzupassen, erfordert auch enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Forschungseinrichtungen.
Die Konsequenzen für das Tagesgeschäft könnten gravierend sein, wenn die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt werden. Von finanziellen Einbußen durch Strafen bis hin zu Imageverlusten – die Risiken sind mannigfaltig. Daher ist es entscheidend, die möglichen Spannungen zwischen Produktivität und Compliance aktiv zu managen, um langfristigen Erfolg sicherzustellen. Der Schritt zu einem ganzheitlichen Ansatz zur Gesetzeskonformität ist nicht nur eine präventive Maßnahme, sondern auch eine Antwort auf die zunehmend anspruchsvollen Anforderungen der Branche.
Robert Reseneder – Interim Manager und Mentor
Tel. +49 175 265 6522
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag Kontinuierliche Gesetzeskonformität
Quelle: packaging journal