Wie strategische Technologiepartnerschaften in der Verpackungsindustrie Wettbewerbsvorteile schaffen
In der Verpackungsindustrie ist die Art und Weise, wie Unternehmen technologische Partnerschaften eingehen, entscheidend für ihren Wettbewerbsvorteil. Während der interpack 2026 erörterten Experten wie Jessica Bethune von Schneider Electric, Dr. Egbert Röhm von Tegarten PackTech und Prof. Dr. Matthias Niemeyer von Uhlmann, wie strategische Allianzen in einer sich schnell verändernden Branche unverzichtbar sind.
Die Herausforderung moderner Verpackungslinien liegt in der Steuerungstechnik. Dr. Röhm erläuterte, dass Zykluszeiten von bis zu drei Millisekunden erreicht werden müssen. Integrierte Motion-Systeme, wie die MODICON M660 von Schneider Electric, bieten hier die notwendige Flexibilität und Präzision, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Diese Technologie ermöglicht es Unternehmen, ihre Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Produktionsqualität zu sichern.
Jessica Bethune betonte, dass Schneider Electric nicht nur ein Zulieferer, sondern ein echter Technologiepartner ist. Diese Beziehung erstreckt sich über die bloße Lieferung von Komponenten hinaus und umfasst die gemeinsame Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Verpackungsindustrie zugeschnitten sind.
Die letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig stabile Partnerschaften in Krisenzeiten sind. Prof. Niemeyer wies darauf hin, dass die Halbleiterkrise für viele Unternehmen eine große Herausforderung darstellte. Ein verlässlicher Austausch von Informationen und eine langfristige Planung sind heute unerlässlich, um derartige Situationen in der Zukunft besser zu meistern. Die Fokussierung auf Business Continuity ist dabei zentral, um die Resilienz der Unternehmen zu stärken.
Ein weiterer Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit ist die Digitalisierung. Softwaredefinierte Automatisierung und digitale Zwillinge eröffnen neue Möglichkeiten für vorausschauende Wartung und Prozessoptimierung. Dr. Röhm hebt hervor, dass diese Durchgängigkeit den deutschen Maschinenbau von der asiatischen Konkurrenz abhebt. Die Kombination aus deutscher Ingenieurskunst und fortschrittlicher Automatisierung steuert nicht nur zu einer höheren Effizienz bei, sondern schafft auch einzigartige Eigenschaften, die über den Preis hinausgehen.
Zusammenfassung der Wettbewerbsvorteile durch Technologiepartnerschaften
- Integrierte Motion-Systeme steigern Präzision und Effizienz in der Verpackungstechnik.
- Strategische Partnerschaften fördern Resilienz und gewährleisten Kontinuität durch besseren Informationsaustausch.
- Digitalisierung und softwaredefinierte Automatisierung sichern einen Wettbewerbsvorteil über die Preisgestaltung hinaus.
Was Operations-Profis wissen sollten
Die steigende Komplexität der Verpackungsprozesse erfordert Anpassung und strategisches Denken im Operations-Management. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Operations-Profis auf Technologiepartnerschaften setzen, die nicht nur operative Effizienz steigern, sondern auch Innovationen fördern. In einer Zeit, in der Resilienz nach Krisen wie der Halbleiterknappheit von entscheidender Bedeutung ist, erfordert es eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Ein intelligentes Management von Lagerbeständen und der Fokus auf digitale Lösungen helfen, potenziellen Krisen vorzubeugen und gleichzeitig die Qualität und den Service zu optimieren. So wird der Weg für zukünftige Erfolge in einem dynamischen Markt geebnet.
Robert Reseneder – Interim Manager und Mentor
Tel. +49 175 265 6522
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag Industrieautomation als Wettbewerbsvorteil: Partner Schneider Electric | interpack 2026
Quelle: packaging journal