Wie eine scheinbar kleine Wartezeit enorme Kosten verursacht – und was Sie dagegen tun können!
Die Herausforderung von Verzögerungen im SAP-System wird oft unterschätzt. Ob im Warenausgang oder in anderen Bereichen der Materialwirtschaft, kleine Wartezeiten summieren sich zu signifikanten Kosten. Unser Inhouse-Training hat gezeigt, dass es simple und strukturiert Methoden gibt, um solche Probleme zu identifizieren und zu beheben. Der Schlüssel liegt in einer systematischen Problemanalyse und der Zusammenarbeit aller beteiligten Abteilungen.
In einem aktuellen Inhouse-Training zu „Problemlösungstechniken“ stellten die Teilnehmer die häufige Behauptung in den Raum: „Da kann man nichts machen!“ Diese Aussage trifft besonders oft auf wiederkehrende Probleme im SAP-System zu. Besonders im Warenausgang, wo das Scannen von Paketen eine zentrale Rolle spielt, fühlen sich Mitarbeiter häufig frustriert, weil der Prozess mehr Zeit in Anspruch nimmt als nötig.
Die Herausforderung besteht darin, dass die Rückmeldungen aus dem ERP-System oft mehrere Sekunden in Anspruch nehmen, während der Scan-Vorgang selbst nur einen Bruchteil dieser Zeit benötigt. Typische Wartezeiten von 0,7 bis 1,3 Sekunden werden häufig als unwichtig abgetan, obwohl sich diese „einzelnen Sekunden“ schnell summieren können und letztlich große Auswirkungen auf Effizienz und Kosten haben.
Um diese Probleme zu beheben, ist eine Fundierung in systematischen Problemlösungstechniken unerlässlich. Durch gezielte Prozessaufnahmen und die Datenflussanalyse können Engpässe identifiziert werden. Gleichzeitig hilft die Anwendung von Lean-Prinzipien zur Einstufung der verschiedenen Prozessschritte und deren Effizienz. Die TRIZ-Methode, die innovative Ansätze zur Problemlösung bietet, eröffnet neue Blickwinkel für effektive Verbesserungen.
Ein Beispiel aus der Schulung zeigt, dass durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Logistik und IT schnell Optimierungspotenziale aufgedeckt werden können. Die Identifikation der Ursachen der Verzögerungen wurde durch die TRIZ-Prinzipien „Separation in der Zeit“ und „unter den Bedingungen“ entscheidend vereinfacht. Das Zusammenspiel der Teams brachte nicht nur schnelle Lösungen, sondern schuf auch ein besseres Verständnis für die Bewegung der Daten.
Zusammenfassung des SAP-Problems im Operations-Management
- Kurze Wartezeiten im SAP-System summieren sich und verursachen langfristig hohe Kosten.
- Eine systematische Problemlösungsmethode verbessert die Effizienz und schont Ressourcen.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend für die erfolgreiche Identifikation und Umsetzung von Lösungen.
Was Operations-Profis wissen sollten
Das Thema der Verzögerungen in SAP-Prozessen ist hochrelevant für Operations-Manager. Die initiale Einschätzung von „nur 1 Sekunde“ kann zu einem erheblichen Verlust an Produktivität führen. Eine effektive Kosten-Nutzen-Analyse zeigt, dass die Summe der Verzögerungen oft nicht erfasst wird, was eine systematische Erfassung und Kontrolle dieser Zeiten unerlässlich macht.
Operations-Profis sollten in der Lage sein, Probleme nicht als unüberwindbare Herausforderungen zu betrachten, sondern als Chancen für Prozessoptimierungen. Ihre Maßnahme sollte die Implementierung von Problemlösungstrainings und die Förderung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung umfassen. Langfristig verbessert die Anwendung strukturierter Methoden zur Problemlösung nicht nur die Zufriedenheit der Mitarbeiter, sondern auch die Gesamtproduktivität des Unternehmens.
Robert Reseneder – Interim Manager und Mentor
Tel. +49 175 265 6522
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Beitrag SAP Problem
Quelle: tercero